| Sehnsuchtsrezepte |
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Wenn ich Sehnsucht nach Ligurien habe, koche ich zwei Gerichte.
Das ist einmal Antonias Pilzsugo:
Zutaten (für 2 Personen)
Eine Handvoll getrocknete (oder frische) Steinpilze
(sonst pro Person 100 g frische Austernpilze, in Streifen geschnitten)
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Glas Weißwein
4-5 frische Tomaten, geschält und gewürfelt, oder eine Dose geschälte Tomaten
1 Peperoncino-Schote, Salz, Petersilie, Thymian,
Zubereitung:
Getrocknete Pilze ca 30 Minute in lauwarmem Wasser einweichen. Knoblauchzehe, kleingehackte Zwiebel, Petersilie und Thymianzweig in etwa 3 Eßlöffel Öl anbraten. Nach 5 Minuten die eingeweichten Pilze (ohne Wasser) zugeben, nach weiteren zehn Minuten 1 Glas Weißwein. Wenn der Wein etwas eingekocht ist, die gewürfelten Tomaten bzw. die Dosentomaten zugeben. Mit etwas Pilzwasser verflüssigen und insgesamt 45 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen und würzen.
Dazu passen Tagliatelle, Bucatini oder Penne. Man kann am Ende noch ein Stück Butter (und Parmesan, schmeckt aber auch ohne) in die mit der Sauce vermischten Nudeln geben.
Die ligurische Küche ist eine Landküche, an der Küste kommen in größerer Menge nur die typischen acciughe, frisch zubereitete oder in Salz eingelegte Sardellen vor.
Das folgende Rezept ist für mich Inbegriff der ligurischen Landschaft, der Verbindung von Land und Meer.
Sugo mit Sardellen und Pinienkernen
Zutaten (Menge für 2 Personen)
2 Eßl. Olivenöl und etwas Butter
4 Schalotten (oder 1 Zwiebel, kann man auch weglassen, wenn man keine Zwiebeln mag)
1 Knoblauchzehe
6 Sardellen (Filets aus dem Glas oder ligurische eingelegte Sardellen, entsalzen)
1 Eßl gehackte Kapern
1 Eßl. kleingeschnittene schwarze Oliven
3-4 fleischige Tomaten (geschält und gewürfelt) oder 1 Dose geschälte Tomaten
1 Eßl. Pinienkerne
Salz, Pfeffer, Parmesan
Zubereitung:
Schalotten und Knoblauchzehe in Öl-/Buttergemisch kurz anbraten, Kapern, Oliven und kleingehackte Sardellen dazugeben und 10 Minuten auf kleiner Flamme dünsten.
Dann die Tomaten zugeben und weitere 15-20 Minuten weiterköcheln, bis eine sämige Sauce entsteht.
Am Schluß die Pinienkerne zugeben.
(Falls die Sauce zu dickflüssig ist, kann man mit etwas Nudelwasser verdünnen).
Die Sauce paßt zu allen Nudelsorten, mit Parmesan servieren.
Durch die Pinienkerne wird dieses einfache Gericht zum Festtagsessen, vor allem mit frischen Nudeln. Dieser Sugo darf nicht allzu lange kochen und schmeckt mit frischen Tomaten sehr gut. Man kann eine Variante ohne Pinienkerne zubereiten, die ebenfalls köstlich ist und ohne Parmesan gegessen wird.
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Fotos: Elisabeth-Patzal_pixelio (Pasta) und Martin-Jakubowski_pixelio (Küche)
Liebe geht durch den Magen: Pasta kochen und die Sehnsucht fühlt sich besser an.
 
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guten appetit - bis bald, dann kochen wir in cassana- ciao konstanze
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Jaaaa, die Sehnsucht nach den Gerüchen und der Küche Liguriens wächst mit dem sich nähernden Frühling wieder immens. Ostern werde ich dann in meiner 2.Heimat Legnaro (oder ist's doch schon die Erste???) hoffentlich auch wieder einige Portionen dieser vermaledeiten WILDSAUEN verdauen können. Meine Nachbarn dürften noch einige Stücke Fleisch der letzten caccia in ihren Kühltruhen für uns reserviert haben.
Und dann werde ich meinen Freunden etwa ein solches Gericht servieren:
1 1/2 kg WILDSAU (ohne Knochen)
2 Zwiebeln (gehackt oder in dicken Scheiben)
1 Karotte
getrocknete Steinpilze
2-3 Zehen Knoblauch
Rosmarin,Thymian,Lohrbeer
Pfeffer,Salz
Olivenöl
3/4 l aromatischer Rotwein
Das Wildsaustück mit Rosmarin,Thymian und Pfeffer einreiben, mit Knoblauch spicken und in Olivenöl von allen Seiten scharf und braun anbraten,damit sich die Poren schliessen.
Dann im Bratensaft Zwiebeln und Karotte nicht zu braun dünsten, Rotwein, Lohrbeer, Salz, Pfeffer, nach Geschmack auch noch Rosmarin, Thymian und eine kleine Chilischote dazugeben und bei 100 Grad etwa 1 1/2 - 2 Std in der Röhre langsam
durchkochen. Die Garprobe macht man mit einem Holzstäbchen: Geht dieses leicht durch das Fleisch, ist es fertig - sonst noch ein bischen weiter köcheln lassen.
Am besten schmeckt die Sau,wenn sie,in Scheiben geschnitten, noch einen Tag im Sud durchziehen kann.
Denn wie war das schon bei Witwe Bolte??:
WOVON SIE BESONDERS SCHWÄRMT,WENN ES WIEDER AUFGEWÄRMT!!!
Dazu passen wunderbar PATATE AL FORNO oder noch besser GNOCCHI (natürlich nicht aufgewärmt).
Nun also bitte: Wildsauen braten, kochen, grillen -mit diesem oder anderem Rezept - Vieles ist möglich, um den Kampf gegen diese Plagen zu führen. Die Parole soll lauten:
LA LOTTA SI VINCE MANGIANDO
Buon appetito
Michele
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